Beratungskonzept

Im Schulalltag unserer Schule findet Beratung in vielfachen Situationen und Personen-zusammensetzungen statt. Ansprechpartner für Schüler und Eltern, die eine Beratung wünschen, sind in erster Li-nie die jeweiligen Klassenlehrkräfte. Sie kennen die Beteiligten oft lange und haben den Überblick über die Entwicklung. Auch die Schulleitung steht den Beteiligten als Berater zur Verfügung. Die an der Anne-Frank-Schule unterrichtenden Lehrkräfte verstehen ihre pädagogische Aufgabe auch als Beratung. Außerdem steht eine Beratungslehrkraft allen Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Kolleginnen und Kollegen zur Seite.

Die Beratungslehrerkraft berät Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Kolleginnen und Kollegen in schulischen, pädagogischen und psychologischen Fragen. Beratung ist ein von der Ratsuchenden/ dem Ratsuchenden bestimmter und zu be-stimmender Prozess. Die Beratungslehrerkraft versteht ihre Aufgabe als Prozessbeglei-tung und –unterstützung.

Bedeutsam dabei ist

  • das Schaffen einer vertrauensvollen Beziehung, die verändertes Denken unter-stützt
  • die Anerkennung und Förderung der Problemlösungsfähigkeit der Ratsuchenden
  • die Einbeziehung möglichst aller Personen, die vom Problem betroffen und / oder der an seiner Lösung interessiert sind
  • das gemeinsame Entwickeln alternativer Deutungsmuster
  • das gemeinsame Entwickeln selbst-erreichbarer Ziele
  • das gemeinsame Überprüfen und Festlegen der Rahmenbedingungen für Veränderung
  • die Nutzung verfügbarer Ressourcen
  • das gemeinsame Entwickeln von Handlungsstrategien, gemeinsames Auswerten der Ergebnisse.

 

Die Aufgabenfelder in Beispielen

  • Einzelfallberatung
  • Beratung und Begleitung von Schülergruppen oder Klassen
  • Angebote von Kursen und Arbeitsgemeinschaften
  • Mitarbeit im Kriseninterventionsteam
  • Terminvereinbarung für kollegiale Beratung

 

Beratung braucht Grundsätze. Die in der Schule arbeitende Beratungslehrerkraft arbei-tet unter folgenden Prinzipien

Freiwilligkeit: Die Ratsuchenden kommen freiwillig in die Beratung und bestimmen we-sentliche Teile des Prozesses mit.

Vertraulichkeit: Die Beratungslehrkraft ist zur Verschwiegenheit nach §203 StGB ver-pflichtet. Die Gesprächsinhalte werden vertraulich behandelt. Der/ die Ratsuchende kann die Beratungslehrerkraft von der Schweigepflicht entbinden.

Verantwortungsstruktur: Die Arbeit der Beratungslehrerkraft ist eingebunden in die Zu-ständigkeit und Verantwortung anderer Personen und Institutionen. In Absprache mit der/dem Ratsuchenden bindet die Beratungslehrkraft weitere zuständige Perso-nen/Institutionen in den Prozess ein. So kann auch die Beratung weiter gegeben wer-den, wenn das für notwendig erachtet wird.

Unabhängigkeit: Beratung an der Anne-Frank-Schule geschieht unter der Maßgabe der Unabhängigkeit. Die Beratungslehrkraft ist keiner weiteren Person an der Schule ge-genüber verpflichtet Informationen weiter zu geben.

 

Der Stundenumfang der Beratungslehrkraft ist vom Kultusministerium mit drei Wochenstunden fest gelegt. Die Beratungslehrkraft bietet wöchentlich eine offene Sprechstunde an. Weitere Termine werden individuell vereinbart. In einem vertretbaren Umfang sollen Schülerinnen und Schüler auch während der Un-terrichtszeit die Möglichkeit haben, einen Termin mit der Beratungslehrkraft wahrzu-nehmen. Neue Schüler und Eltern werden mit einem Informationsblatt auf die Arbeit hingewie-sen. Im Schaukasten hängt ein Hinweis auf die Sprechstunde. In der Pausenhalle hängt ein Briefkasten für Mitteilungen an die Beratungslehrkraft. Jährlich mindestens einmal berichtet die Beratungslehrkraft in einer Gesamtkonferenz und im Schulvorstand über ihre Arbeit.